Recap: HackOnWheels Mobility Makeathon

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Rollstühle hacken! Mit diesem Ziel versammelten sich am vergangenen Wochenende 45 motivierte Menschen im Happylab Wien. Gemeinsam probierten aus, wie sich digitale Produktionstechniken einsetzen lassen, um Design und Produktion von Rollstühlen zu verbessern. Doch was bedeutet “verbessern” genau? Rachael Wallach und David Constantine verschafften einen Überblick über den Status quo und die Herausforderungen:

65 Millionen Menschen weltweit brauchen einen Rollstuhl, um mobil zu sein. Wie viel Freiheit ein Rollstuhl seiner Benutzerin tatsächlich gibt, hängt davon ab, wie gut er passt: Zum Körper seiner Benutzerin, und zur Umgebung, in der sie sich bewegt. Gehsteigkanten in der Stadt bergen andere Herausforderungen als unwegsames Gelände am Land. Nicht-passende Rollstühle können Haltungsschäden, Druckwunden und andere Komplikationen verursachen, denen sich mit einem passenden Modell entgegenwirken lässt.

Doch diese individuelle Anpassung ist sehr teuer – bisher. Beim Mobility Makeathon HackOnWheels setzten wir uns daher das Ziel, durch Methoden der digitalen Produktion individuelle Anpassung und lokale, günstige Herstellung für Rollstuhl-Teile zu ermöglichen. Dabei orientierten wir uns am Konzept von E-NABLE, das individuell anpassbare Armprothesen in 3D-Druckverfahren herstellt. Gründer Jon Schull teilte per Videokonferenz sein Wissen mit uns und beantwortete Fragen der Gruppe.

Die 45 TeilnehmerInnen mit unterschiedlichen Hintergründen von Design über Barrierefreiheit bis Kommunikation kamen zusammen, um Ideen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Es entstanden unter anderem Prototypen für einen mitwachsenden Rollstuhlrahmen (#GrowingWheelchair) und für einen individuell anlassbaren Sitz (#WheelieBaba). Doch das wichtigste, das an diesem Wochenende entstand, ist die Idee von HackOnWheels: Der erste Funke einer Idee, der auf zukünftige Projekte überspringen kann.

Open Knowledge Österreich unterstütze beim Event den Hauptveranstalter BeeTwo.
Das Startup BeeTwo entstand aus dem Innovationszentrum Erste HUB und setzt sich für positive gesellschaftliche Veränderungen mittels technologischer Innovation ein.

Mehr Fotos findet ihr auf Flickr und auf Twitter #HackOnWheels.

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