Jahresrückschau 2015

Obwohl das Kalenderjahr schon mehr als ein paar Wochen alt ist, nutzen wir die motivierende Stimmung des Frühlings, um euch zu berichten, was sich bei uns im vergangenen Jahr alles getan hat.

Open Data

Im Jänner 2015 enthüllten wir, gemeinsam mit dem Open Data Startup zoomsquare, das
Open Data Inside
Badge, das alle Organisationen, Firmen und Einzelpersonen auszeichnet, die mit Open Data arbeiten. (Wer noch keines hat: Auf opendatainside.com lässt es sich in zwei Minuten erstellen.)

Das Open Data Portal Österreich verzeichnete im zweiten Jahr seines Bestehens einige Neuzugänge, darunter 143 Datensätze der Wirtschaftskammer Österreich und 97 Datensätze der Wirtschaftsuniversität Wien.

Das GuteDaten Team beim RefugeeHack, Foto: Sonja Fischbauer CC BY

2015 war auch das Jahr für Gute Taten für gute Daten: Im Rahmen unseres netidee-geförderten Projektes organisierten wir insgesamt fünf Veranstaltungen, darunter der Open Data Day 2015 im Februar, der RefugeeHack Vienna im Oktober sowie drei kleinere Datensprints in Wien und Graz. Gemeinsam mit der Community befreite das Projektteam rund 50 Datensätze, entwickelte Scraper und verfasste Anleitungen zum Befreien und publizieren offener Daten. Das von uns befreite Datenset über Waffenexporte der EU diente zwei DatenjournalistInnen als Grundlage für ihre Berichterstattung (Artikel auf derStandard.at und NZZ.at).

Open Science

2015 war ein sehr aktives Jahr für die Open Science Gruppe – und auch ein außerordentlich erfolgreiches. Die Gruppe ist gewachsen und die Aktivitäten nehmen kontinuierlich zu: es gab zahlreiche Veranstaltungen und Talks, aber auch Publikationen, eigene Meetups sowie eine laufende Vernetzung und Mitgestaltung der Open Science Landschaft.

Als Mitglied des  Open Access Network Austria (OANA) haben wir an der Empfehlungen für die Umsetzung von Open Access in Österreich mitgewirkt. Das Papier mit der zentralen Forderung, die gesamte wissenschaftliche Publikationstätigkeit in Österreich bis 2025 auf Open Access umzustellen, hat international für viel Beachtung gesorgt und Österreich nimmt damit neben den Niederlanden und Schweden eine Vorreiterrolle ein. Weiters haben wir auch einen Überblick über Open Science in Österreich mitgewirkt und einen Artikel zu den Querverbindungen von Open Science und Citizen Science verfasst

Zusammen mit dem WTZ Ost und openscienceASAP wurde die Open Science Lecture Series ausgearbeitet. In insgesamt fünf Lectures beleuchten wir dabei verschiedene Aspekte von Open Science und vermitteln offene Praktiken in Workshops. So wurde etwa Daniel Mietchen vom US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH), der größten Forschungsförderungseinrichtung der Welt, nach Wien eingeladen. Das war es aber noch nicht mit internationalen Gästen: im Oktober 2015 gab sich Puneet Kishor, der ehemaligen Leiter der Science-Abteilung bei Creative Commons, zu einem Meetup unter dem Titel “Open Science for a Better Collaboration” die Ehre.

Auch die Leute unseres Teams  waren als Vortragende und Diskutanten auf zahlreiche Veranstaltungen im In- und Ausland unterwegs, unter anderem bei der OpenCon in Brüssel, beim MozFest in London, der Wikimania in Mexico City und bei den Research Data Alliance Plenaries in Paris und San Diego.

MozFest 2015, Stefan Kasberger CC BY

Ein wichtiger Teil der Tätigkeiten war, die zahlreichen Policy-Prozesse zu begleiten und mitzugestalten, u.a. die ERA Roadmap und die Digital Roadmap Austria. Dies ist zwar nicht immer gleich sichtbar, doch eine kontinuierliche Arbeit hier ist von höchster Priorität.

Und besonders freuen wir uns darüber, dass das Open Science Team viele neue Gesichter bekommen hat die sich kontinuierlich für eine Offene Wissenschaft engagieren.  Wer wir sind und weitere Infos findet ihr auf unserer neugestalteten Website.

Kooperationen

Mit Datenjournalismus beschäftigt sich auch das Forschungsprojekt VALiD – Visual Analytics in Data-driven Journalism. Das von der FH St. Pölten geleitete Projektteam macht sich unsere Expertise im Bereich Openness & Community zunutze und beauftragte uns mit der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie inklusive CI und Website.

Als Kooperationspartnerin durften wir auch die WissKomm 2015 unterstützen, einen Hackathon für Wissenschaftskommunikation am 21. November an der TU Wien. Junge Studierende entwickelten neue Methoden, um Forschungsergebnisse zu präsentieren. Community Coordinator Sonja steuerte ihre Expertise zu einem offenen Konzept bei, und Open Designerin Magdalena Reiter unterstützte die TeilnehmerInnen als Mentorin.

Dabei entstanden fantastische Dinge wie dieser Stop-Motion Zombie-Comic:

 

Danke für eure Unterstützung!

Wir danken allen, die mitgeholfen haben, unsere Aktivitäten umzusetzen.

Auch dieses Jahr machen wir weiter: Wir wollen eine offene Welt, in der Information offen und frei für alle ist um sie zu nutzen, darauf aufzubauen und sie zu teilen.

Und dazu brauchen wir eure Hilfe. Unterstütze Openness in Österreich durch eine Mitgliedschaft oder schau vorbei beim nächsten Meetup. Wir freuen uns auf euch!

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